Die fünf größten Irrtümer über Schmierstoffe für die Lebensmittelindustrie

In diesem Beitrag widmen wir uns einigen der häufigsten Irrtümer über Schmierstoffe, die für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie freigegeben sind.
Hochwertige H1 Schmierstoffe in der Produktion sorgen für Sicherheit vor Kontamination und Maschinenausfall

Inhalt:

1. Lebensmittelschmierstoffe haben eine geringere Qualität als ihre industriellen Pendants!
2. Es gibt nicht genügend Food Grade Schmierstoffe für alle Anwendungen!
3. Lebensmitteltaugliche Schmierstoffe müssen nicht für alle Schmierstellen in einem Lebensmittel verarbeitenden Produktionsprozess verwendet werden!
4. In Europa verwendete Produkte müssen auch in Europa zertifiziert werden!
5. Lebensmittelverträgliche Schmierstoffe sind Nährböden für mikrobielle Kontamination!

Irrtum 1: Lebensmittelschmierstoffe haben eine geringere Qualität als ihre industriellen Pendants!

Manch einer glaubt, Lebensmittelschmierstoffe sorgen für kürzere Schmierungsintervalle oder eine viel kürzere Betriebslebensdauer der Maschinen und Anlagen. Andere denken, sie wären nicht beständig gegenüber hohen oder tiefen Temperaturen und nicht kompatibel mit Kunststoffen und Elastomeren.

Nichts von dem trifft zu. Alle für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassenen Schmierstoffe, Basisöle und Additive sind genauso gut wie ihre konventionellen industriellen Pendants. Aus diesem Grund können Schmierstoffe, die für die Verarbeitung von Lebensmitteln sind, den gleichen positiven Effekt auf Produktivität und Kostenaufwand haben wie ihre industriellen Pendants.

Irrtum 2: Es gibt nicht genügend Food Grade Schmierstoffe für alle Anwendungen!

Ein weiterer Irrtum über Schmierstoffe für die Lebensmittelindustrie ist, das bestehende Sortiment sei begrenzt und somit müssten in manchen Bereichen zwangsläufig auf “konventionelle” Schmierstoffe zurückgegriffen werden. Dieser Irrtum geht auf die Tatsache zurück, dass einige Anbieter von Schmierstoffen eine “kleine Auswahl” ihrer Produkte auch als lebensmittelgeeignete Schmierstoffe haben zertifizieren lassen.

Als Lebensmittel verarbeitendes Unternehmen sollte man sich generell einen Partner suchen, der sich auf diese Produkte spezialisiert hat und ein breites Produktspektrum bietet. Ein möglichst großes Produktsortiment an zertifizierten Schmierstoffen bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln sorgt für eine breite Abdeckungen aller Schmierstoffanwendungen in einem Produktionsprozess. Je mehr Produkte ein Hersteller anbietet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eines finden, das genau Ihren Anforderungen entspricht.

Costenoble als Experte für Lebensmittelschmierstoffe arbeitet zusammen mit JAX, dem führenden amerikanischen Hersteller für lebensmitteltaugliche Schmierstoffe. Die Umfangreiche Produktserie umfasst Schmierstoffe, Gleitbeschichtungen und Kompressoröle bis hin zu Gewindepasten. Sie werden ergänzt durch ausgewählte Hochleistungsprodukte der Krytox™ Serie von Chemours®. Alle Produkte sind für die Lebensmittelverarbeitende Industrie geeignet und entsprechend zertifiziert.



Irrtum 3: Lebensmitteltaugliche Schmierstoffe müssen nicht für alle Schmierstellen in einem Lebensmittel verarbeitenden Produktionsprozess verwendet werden!

In einem Produktionsprozess von der Herstellung über die Verarbeitung bis hin zur Verpackung gibt es unzählige verschiedene Schmierstellen. Einige befinden sich in unmittelbarem Kontakt zu den Lebensmitteln. Andere sind weiter davon entfernt.

Eine allgemeine irrtümliche Annahme ist es, dass weiter entfernte Schmierpunkte nicht mit einem zertifizierten Schmierstoff behandelt werden müssen. Das ist nicht richtig. Nach europäischer Gesetzgebung müssen Lebensmittel verarbeitende Betriebe einen HACCP Plan erstellen, der alle möglichen Gefahren für die Lebensmittelsicherheit ermittelt und aufzeigt, wie Risiken identifiziert und kontrolliert werden. Dazu gehört auch das Kontaminationsrisiko durch die Anwendung falscher Schmierstoffe. Der beste Weg, solche Risiken zu vermeiden, ist es, ausschließlich zugelassene Food Grade Schmierstoffe in der gesamten Anlage zu verwenden. Das breite Produktsortiment von Costenoble sorgt dafür, dass alle möglichen Schmierstellen in einem Herstellungsprozess mit geeigneten Mitteln behandelt werden können. Und das, ohne Einbußen bei der Qualität oder Leistungsfähigkeit der Produkte.

Irrtum 4: In Europa verwendete Produkte müssen auch in Europa zertifiziert werden!

Für die Zertifizierung von Produkten und die entsprechende Freigabe für eine Verwendung bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln gibt es weltweit mehrere Standards und zuständige Behörden. In Deutschland wird häufig die DIN Norm ISO 21469 verwendet. In den USA, die bei der Standardisierung von Freigaben für die Lebensmittelindustrie Vorreiter waren, ist die Food and Drug Administration (FDA) die zuständige Bundesbehörde.

Die FDA kontrolliert umfassendem die Qualität von Nahrungsmitteln und Medikamenten. Schmierstoffe gehören jedoch nicht dazu, denn sie sind Non Food Produkte. Auf Wunsch können Hersteller ihre Schmierstoffe aber gemäß der FDA Vorgaben untersuchen lassen, unter anderem bei der unabhängigen Organisation NSF International. Die Organisation überprüft die Schmierstoffe nach den 21 CFR §178.3570 Bestimmungen. Nach bestandener Prüfung erhält das Produkt eine NSF Zulassung in den Klassen:

  • NSF H1 für Schmierstoffe, die für einen kurzzeitigen und unbeabsichtigten Lebensmittelkontakt geeignet sind,
  • NSF H2 für Schmierstoffe, die nicht in Kontakt mit Lebensmitteln geraten dürfen und
  • NSF 3H für solche Schmierstoffe, die in direkten Kontakt mit Lebensmittel kommen können. Hierbei handelt es sich meist um Formtrennmittel.

als Nachweis dafür, dass es als Schmierstoff mit gelegentlichem Lebensmittelkontakt geeignet ist.

Die NSF Freigabe gilt weltweit als bewährter Standard und wird von den deutschen Behörden akzeptiert.

Irrtum 5: Lebensmittelverträgliche Schmierstoffe sind Nährböden für mikrobielle Kontamination!

Seit über 60 Jahren ist JAX Vorreiter auf dem Gebiet lebensmittelsicherer Schmierstoffe. JAX war das erste Unternehmen, das mit Genehmigung des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums 1962 Food Grade Schmierstoffe auf den Markt brachte. Diese Schmierstoffe sind von der NSF zugelassen und besitzen überwiegend einen H1 Status. Einige haben sogar eine 3H Zulassung, die ihnen den direkten Kontakt mit Nahrungsmitteln erlaubt.

Alle der nach NSF H1 zertifizierten JAX FG-Schmierstoffe enthalten das urheberrechtlich geschützte Micronox mit anti-bakterieller Schutzwirkung. JAX hat Micronox entwickelt und patentiert. Es schützt die Schmierstoffe gegen mikrobielle Kontamination und Zerfall.

Mit den seit Jahrzehnten bewährten Food-Grade Schmierstoffen von JAX lässt sich die Kontaminierungsgefahr wirksam, nachhaltig und sicher vermeiden.



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